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Peugeot

1882 rollte aus dem Peugeot-Werk in Beaulieu in Frankreich das erste Fahrrad namens "Gran B". Bis zum ersten motorisierten Rad dauerte es nicht lange. Schon zur Jahrhundertwende brachte das Unternehmen eine Reihe motorisierter Fahrräder mit Viertaktmotor heraus, bei denen nur der Sitz gefedert war. Mit der Verwendung von Truffault-Gabeln im Jahr 1904 wurde das Modell zu einem der modernsten überhaupt. 1906 verwendete Peugeot Zweizylinder-V-Motoren mit 7 PS, die aus eigener Fertigung stammten und auch an andere Firmen wie Norton und NLG geliefert wurden.

 

Damals beschloss Peugeot, ein Rennteam aufzubauen. So erschien 1913 das erste Modell einer umfangreichen, von Jean Antoinescu entwickelten Rennserie. Zuerst verwendete Peugeot 500 ccm-Zweizylinder-Viertaktmotoren mit zwei zahnradgetriebenen, obenliegenden Nockenwellen, baute dann aber auch Modelle mit einer einzigen obenliegenden, von einer Königswelle angetriebenen Nockenwelle.

 

1923 sollte ein besonders erfolgreiches Jahr werden: Der Peugeot-Rennfahrer Gillard gewann den Grossen Preis der Nationen in Monza. Die 400 Kilometer des 500er Rennens legte er dabei mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 120.431 km/h zurück. Nach ein paar Jahren zog sich Peugeot jedoch aus dem Rennsport zurück und konzentrierte sich auf den Bau einer neuen Serie von Tourenmaschinen, die 1933 mit den Typenbezeichnungen 115, 117, 515 und 517 vorgestellt wurden. Nach der Besetzung Frankreichs 1940 musste die Fertigung dieser 350- und 500 ccm-Maschinen jedoch eingestellt werden.

 

Nach dem Krieg mussten die Werke in Beaulieu wieder aufgebaut werden, da sie halb zerstört worden waren. 1949 übernahm Peugeot eine andere Gesellschaft, die SMHT. Peugeot strich kurzerhand die Viertakter aus dem Programm und produzierte im SMHT-Werk kleine Zweitaktmotoren für eine neue Motorradserie, die von 50 ccm bis 250 ccm Hubraum reichte.

 

Ein besonders beliebtes Modell der 50er-Jahre war der kleine Roller Bima mit einem 50 ccm-Motor. 1956 entstanden zudem eine 125- und eine 350 ccm-Zweitaktmaschine. Doch der Markt war bereits übersättigt, so dass der Absatz rapide zurückging. Peugeot war schliesslich gezwungen, den Schwerpunkt des Produktionsprogramms zu verlagern. Das Werk präsentierte nun Mopeds und Fahrräder - mit Erfolg! In den 50er- und 60er-Jahren erlebten die Mopeds geradezu einen Boom. Peugeots Produkte fanden reissenden Absatz.

 

Im Jahr 1977 hatte Peugeot 40 Modelle im Katalog, angefangen bei den gängigen 50 ccm-Mopeds bis hin zur 80 ccm-Sportversion.

 

Auch in den 80er-Jahren konzentrierte man sich vorwiegend auf Mopeds. Erwähnenswert sind vor allem die Serie 103, das Modell V 50 DRK, die originelle MXS und die für Honda in Lizenz gefertigten Roller ST 50 und SC 50 L.

 

In den 90er-Jahren gehört Peugeot zu den führenden Roller-Produzenten. Sehr erfolgreich war unter anderem das Modell SV-125. Gegen Ende des Jahrzehnts konnte Peugeot vom anhaltenden Roller-Boom profitieren und bot eine umfangreiche Produktepallette.

 

Der bei uns wohl erfolgreichste 50er-Peugeot, der Speedfight, wurde für die Saison 2000 komplett überarbeitet und trug ab dann die Schriftzüge "Speedfight 2".

 

In den Jahren 2000-2003 überrascht Peugeot mit immer neuen Sondermodellen: Vom 50er-Speedfight 2 gibt es die limitierten Modelle "X-Team", "X-Race", "Prost Formula One", "WRC" ... . Vom preiswerten "Vivacity 50" stammt der "Vivacity Sportline 50" ab und den Elyseo 125 (4-Takt) gibt es für kurze Zeit als "Limited Edition Roland Garros". Ab 2002 werden auch geschaltete 50ccm-Motorräder in die Schweiz importiert. Fürs erste wird eine Sport-/Racing-Variante angeboten. Die "XR6".

 

Ab Mitte 2002 ist der Peugeot Elystar 125 in der Schweiz erhältlich. Dieser Roller ist mit einer Benzin-Direkteinspritzung ausgerüstet und stellt mit seinem neuartigen Bremssystem mit elektronischer Bremskraftverstärkung alles bisher dagewesene in Sachen Bremsen in den Schatten. Der Elystar kann mit einem "Dach" ausgerüstet werden. Dieses kann innerhalb ca. einer Stunde de- und montiert werden.

 

Auf der Intermot 2002 in München präsentiert Peugeot erneut absolut innovative neue Roller: Den Jet-Force 50 und den Jet-Force 125 ... Der Jet-Force 50 wird unter anderem mit einem Direkt-Einspritzungssystem sowie für 50er-Roller einem absolut einzigartigen Bremssystem ausgestattet sein. Der 125er-Jet-Force wird in mehreren Varianten angeboten: So wird eine Version den bereits im Elystar 125 verbauten Motor mit Benzin-Direkteinspritzung tragen. Absolut neuartig wird die Variante mit einem Komressor-Motor (Turbolader) sein. Die Leistung dieses exklusiven Sport-Scooters dürte jedem erhältlichen 250er-Roller in nichts nachstehen.